Schneller als GOP - Artist Thomas Janke sind weltweit nur ganz wenige

Der Hochgeschwindigkeits-Jongleur


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Westfälische Nachrichten

Münster - Gut möglich, dass es der beste Jongleur der Welt, der US-Amerikaner Anthony Gatto, inzwischen bereut, dass er einem Jungen aus Germany vor ein paar Jahren eine DVD mit seinen besten Tricks überreicht hat. Mittlerweile ist der gebürtige Memminger Thomas Janke so gut, dass er nur noch ein Ziel hat - selbst der beste Jongleur der Welt zu werden und damit Anthony Gatto vom Thron zu stoßen.

Von Martin Kalitschke

Seit vergangener Woche können die Jonglage-Künste des 17-Jährigen im GOP Varieté bewundert werden. Rund acht Minuten dauert der Auftritt, bei dem er seinem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf verdreht. Sieben Bälle sieben Ringe und sechs Keulen bewegt Janke mit einem derartigen Tempo durch die Luft, dass man schon beim Zuschauen einen Drehwurm bekommt.

„So etwas“, räumt auch GOP-Sprecherin Julia Feirer ein, „habe ich noch nie gesehen.“ Jankes Karriere begann mit acht Jahren. Als er in einem Kinderzirkus junge Jongleure sah, stand für ihn fest: „Das will ich auch machen.“ Die Eltern meldeten ihn für Übungsstunden an, danach ging alles ganz schnell. Nach kurzer Zeit hatte er drei Bälle unter Kontrolle, weitere Kamera bald hinzu. Mit zehn Jahren trainierte er bereits sechs Stunden täglich.

„Da war für mich klar, dass ich das mal beruflich machen möchte“, erinnert er sich. Als Elfjähriger nahm er erstmalig an einem Zirkusfestival teil, ein Jahr später gewann er bei einem weiteren Festival eine Gold-Medaille. Schon damals wurde der artistische Leiter der GOP Varietés auf Janke aufmerksam, doch der war für ein Engagement noch zu jung. Vier Jahre dauerte es, bis der Jongleur zum GOP-Team stieß.

Sein Traum? „Mal in Las Vegas auf aufzutreten - Oder im Moulin Rouge in Paris.“ Dort steht derzeit sein anderes Vorbild auf der Bühne: Mario Berousek, den Janke über kurz oder lang auch in Sachen Geschwindigkeit übertreffen möchte. „Das wird nicht leicht - aber ich habe es mir vorgenommen“, sagt der 17-Jährige. In Münster jongliert er zum ersten Mal, auch die Stadt hat er erst in der vergangenen Woche kennengelernt. Irgendwie hat er sich alles größer vorgestellt - aber schön findet er es hier trotzdem.

Wie die anderen GOP-Artisten wohnt auch Janke direkt über seinem Arbeitsplatz. Vor ein paar Tagen war sein Vater zu Besuch, demnächst wird auch auch seine Freundin anreisen. „Wir haben uns bei einer Autogrammstunde kennengelernt“, erzählt Thomas Janke. Nach seinen kräftezehrenden Auftritten ist er übrigens alles andere als erschöpft: „Mein Adrenalinspiegel ist dann so hoch, dass ich manchmal bis 4 Uhr nachts vor dem Laptop oder vor dem Fernseher sitze“, erzählt er. Bis zum 4. November ist Thomas Janke im Rahmen der Show „Quilitz“ im GOP zu sehen. Mehr Infos unter www.variete.de.